Projekt: Das letzte Kino auf dem Land (2020/2021)

Synopsis

 

Der Film spielt im Kino „Royal“ in der Kleinstadt Sainte-Croix im Kanton Waadt. Es wird geführt von einer Gruppe von Clowns. Auf die Leinwand projiziert werden farbige Wochenschauen, natürlich hergestellt vom Filmemacher selber. In jeder dieser Kurz-reportagen werden Alt-und Neu-Bundesräte hochgenommen und einige bekannte und unbekannte Schweizer Sitten und Gebräuche.

 

Die meisten Darsteller und Darstellerinnen in den Wochenschauen sind Mitglieder von waadtländischen und deutschschweizerischen Volkstheatern. Es wird keine Dialoge geben in diesem Film. Die Wochenschauen sind stumm, mit einer ausschliesslich visuellen Komik, aber natürlich mit Direktton und Geräuschen. Sie werden wie zur Zeit des Stummfilmes mit ironischen Titeln und Zwischentiteln kommentiert und von einem Orchester und seinem Dirigenten musikalisch begleitet und illustriert. Die Musik ist Teil der Komik und der Publikumsunterhaltung, also nicht nur eine begleitende Filmmusik, sondern ein zusätzlich humoristisches und musikalisches Ereignis. Von Zeit zu Zeit werden die Projektionen der Wochenschauen unterbrochen von Sängerinnen, die auf einer kleinen Bühne vor der Leinwand Operetten-Arien singen.

 

Neben den Wochenschauen spielen die Beziehungen der Betreiber mit dem Publikum eine wichtige Rolle. Alles spielt sich mit Mimik, stummen Gebärden, kabarettistisch-zirkushaften Situationen und Szenen ab, fast immer begleitet von der Musik des Orchesters. Im Publikum sitzen fastnachtsmässig gekleidete Leute, die in das ganze Spektakel integriert sind.

Neben den Aufnahmen im Kino und den Wochenschauen gibt es einige Szenen mit den Clowns und den Musikanten des Orchesters im Dorf und in der idyllisch-ländlichen Umgebung. Die Bewohner des Dorfes erscheinen wie eingefroren, in ihren Bewegungen erstarrt, wie wenn sie in einen Winterschlaf gefallen wären. Sie “erwachen” erst am Ende des Filmes, wo sie sich wieder in die Realität und in das Leben einfügen, wie wenn sie aus einem Traum erwacht wären.

 

Es geht darum, einen freien, unkonventionellen Film zu machen, der absolut keine Spielregeln und keine filmische und sonstige Gepflogenheiten respektiert. Es handelt sich hier um eine radikal-burleske Satire die versuchen wird, die Zuschauer ganz einfach zum Lachen zu bringen.

 

 

Dreharbeiten zwischen September 2020 und März/April 2021.

Eigenproduktion Richard Dindo (Lea Produktion); ohne Hilfe der öffentlichen Filmförderung, da die Kommissionen des Bundes und des Welschlandes das Projekt abgelehnt haben.