Nach einer Idee von Thierry Garrel (La Sept ARTE)

Texte gelesen von Angela Winkler


Kamera: Roy Pfaff

Regieassistentin Frankreich: Yael Fogiel

Regieassistent in Amsterdam: Martin Mansoor

Ton: François de Bortoli, Jean-Pierre Bordiau

Schnitt: Catherine Poitevin, Paris

Musik: Mahler, 3. Sinfonie / Gluck, „Orpheus“ / Weber, „Der Freischütz“ / J.S. Bach, „Notenbüchlein für Anna Magdalena Bach“ / Schubert, Lied

Mischung: Thierry Sabatier, Paris

Produktion: Lapsus (Esther Hoffenburg, Paris)

Finanzierung: La Sept Arte Paris / Schweizer Fernsehen (Zürich) / Cinemanufactures (Robert Boner) / Centre National de la Cinématographie, Paris / Procirep / Conseil Régional Province Alpes-Côte d’Azur

Uraufführung: Festival Locarno, 1992

 

Charlotte Salomon, Leben oder Theater? (1992)

 

 

61 min, Farbe

Porträt der deutsch-jüdischen Malerin aus Berlin, die während des Zweiten Weltkriegs in Südfrankreich lebte, wo sie mit 769 Aquarellen (Gouaches) ihr Leben malte, von Kindheit an über den Selbstmord ihrer Mutter, ihre Beziehung zum Vater, zu ihrer Stiefmutter, der Konzertsängerin Paula Lindberg, zu einem Verehrer und Verehrten,  die Flucht nach Frankreich, die Begegnung dort nach Ausbruch des Krieges mit ihren Grosseltern, bis kurz vor ihrer Verhaftung durch die Gestapo, die sie nach Auschwitz führte, wo sie 1943 ermordet wurde.

 

Ihre Eltern haben im holländischen Exil überlebt. Charlottes Werk wurde nach dem Krieg von ihrem Vater in Villefranche-sur-Mer, wo seine Tochter gelebt hatte, gefunden und dem jüdischen Museum in Amsterdam vermacht.

 

Das Leben der jungen Künstlerin wird über sie selber erzählt mit ihren eigenen, autobiografischen Bildern und mit ihren eigenen Kommentaren dazu. Es geht hier um einen Biografie-Film, der als „Lektüre“ der Selbstdarstellung der Künstlerin zu verstehen ist. Und ihre Kunst selber verstanden als ein Objekt der Schönheit und der Erinnerung, als ein ewiger Kampf gegen den Tod und das Vergessen.

 

Dossier zum Film

 

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